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Die Reifung von Rum in Holzfässern

Rum Company GmbH & Co. KG
Rum-Wissen
Die Reifung von Rum in Holzfässern -

Wenn Rum in Holzfässern gelagert wird, verbessert sich sein Geschmack. Nach der Destillation wird der zunächst weiße Rum in die Fässer gefüllt und färbt sich im Laufe der Zeit zu braunem, gereiftem Rum. Dabei wirkt sich nicht nur die Dauer der Reifephase auf den Geschmack aus sondern auch die Wahl des Fasstypes.

Die Reaktion mit dem Holz beeinflusst den Geschmack des Rums

Aber von vorne: der sogenannte Blanco-Rum, also der weiße Rum wird genossen, ohne dass er in Holzfässer kommt, und wenn dann nur für kurze Zeit. Er ruht meist in Edelstahltanks und wird für den Genuss und Verkauf meist mit Wasser auf Trinkstärke herabgesetzt. Doch die meisten Rums, die wir anbieten werden in Holzfässern gereift. Das Holz gibt seine Farbe und seine holzigen Noten an das Destillat ab und der Rum kommt unweigerlich mit Sauerstoff in Verbindung und wird den klimatischen Bedingungen des Kellers oder der Lagerhalle ausgesetzt. Durch die Oxidation wird der Rum weicher und runder, aber auch holziger und er kann ein vielschichtigeres Aroma entwickeln.

Die Fässer haben eine unterschiedliche "Vorbelegung"

Dabei geben frische, unbenutzte Eichenholzfässer die meiste Farbe und die deutlichsten Holztöne an den Rum ab und bringen einen intensiven, ja fast „harten“ Geschmack. Deshalb werden oft Fässer, die vorab schon mit Bourbon-Whiskey oder anderen Spirituosen befüllt waren genutzt, um weichere und geschmeidigere Aromen zu erzielen. Rum, der in Bourbon-Fässern gelagert wurde, hat oft einen Beiklang von Vanille und Karamell, denn das sind die typischen Noten von Weißeiche, die durch chemische Reaktionen entstehen. Die amerikanischen Standard-Barrels haben ein Fassungsvermögen von 200 Litern und haben so die optimale Größe zur Rumlagerung. Oft sind sie mehrfach ausgebrannt worden, um das Innere anzurauhen und damit mehr Berührungsfläche mit der Spirituose zu erzeugen.

Der Trend geht zu ausgefallen Fasstypen

Aber auch Sherryfässer aus Spanien aus der Solera-Lagerung sind sehr begehrt und man kann mit ihnen eine ganz besondere geschmackliche Komponente in den Rum bringen. Dabei sind besonders Oloroso-Sherry-Fässer beliebt, aber auch Pedro-Ximenez-Sherry-Fässer (abgekürzt PX) kommen oft zum Einsatz. Schon etwas ungewöhnlicher, aber längst auch keine Seltenheit mehr ist die Reifung in Cognac-Fässern aus französischer Eiche. Diese Besonderheit wird zum Beispiel vom Cognac-Haus Ferrand für die Serien des Plantation-Rums genutzt. Auch Weinfässer aus Ländern wie Italien oder Frankreich eignen sich für ein Rum-Finish.